Die U25 Qualifizierung

Hier können Sie sich den Jahresbericht unserer Qualifizierungsmaßnahme 2010 - schwerpunktmäßig aus dem Blickwinkel der Anleiter und Lehrer - herunterladen:

u-25-jahresbericht-2010.pdf

Hier können Sie sich den Jahresbericht unserer Qualifizierungsmaßnahme 2011 - schwerpunktmäßig aus dem Blickwinkel der Teilnehmer (im Rahmen einer Selbstevaluierung) - herunterladen:

u-25-jahresbericht-2011.pdf

Das Angebot ist als Beratungs- und Qualifizierungsprojekt in der Schnittstelle zwischen der Zuständigkeit des Jobcenters/der GAQ/der Agentur für Arbeit Wilhelmshaven und den Einrichtungen des aufgebauten Qualifizierungsnetzwerkesangesiedelt und für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt worden, die durch ihre sozialen und psychischen Störungen verstärkte Vermittlungshemmnisse für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt aufweisen.

Niedrigschwellige Beschäftigung für 24 junge Menschen

Hierzu gehören auch junge Menschen mit psychischen Syndromen und traumatischen Erfahrungen sowie Suchtproblemen. Das Angebot sieht für 24 junge Menschen eine niedrigschwellige Beschäftigung im Musikerhaus der Wilhelmshavener Musikinitiative e.V., im Familienzentrum des SOS-Hilfeverbundes Wilhelmshaven-Friesland, einer Einrichtung des SOS-Kinderdorf e.V., im Kulturzentrum Pumpwerk der Wilhelmshaven Touristik- & Freizeit GmbH bzw. im 9 Saal-Multiplex-Kino „UCI Kinoplex“ sowie auf dem Wikingerschiff „Tyrkir“ des Fördervereins Wilhelmshavener Wikingerschiff e.V. einen gemeinsamen Unterricht zur Überwindung individueller Lerndefizite und Herstellung einer entsprechenden gruppendynamischen Teilnehmermotivation vor. Die Kenntnisse, Ressourcen, Interessen und berufliche Zielorientierungen der einzelnen Teilnehmer werden aktiviert und vertieft, eine psychosoziale Beratung bzw. sozialpädagogische Betreuung zur Bewältigung der persönlichen Hemmnisse und eine Qualifizierung für die Vorbereitung auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Überschaubare Einheiten in attraktiven Berufen

Die Maßnahme ist so gestaltet, dass der Beginn jederzeit möglich ist, die Beschäftigung in kleinen überschaubaren Einheiten in attraktiven Berufen umgesetzt wird, die Teilnehmer/innen eine feste Ansprechperson zur Verfügung haben, die für junge Menschen aus dieser Zielgruppe die Begleitung übernimmt, psychische Krisen der jungen Menschen aufgefangen werden (z.B. Auszeiten), die Qualifizierung sich an der individuellen Leistungsfähigkeit orientiert und die Fachkräfte für die Koordination, Beratung, Unterrichtung, Vermittlung, psychosoziale Beratung, sozialpädagogische Betreuung, Beschäftigung und Qualifizierung eng zusammenarbeiten. Der berufsorientierende- und qualifizierende Teil beträgt täglich durchschnittlich 2 Stunden. Hier eingerechnet ist die psychosoziale Einzelfallarbeit nach Bedarf. Der praktische Teil beträgt täglich 4 Stunden, was eine Gesamtarbeitszeit von durchschnittlich 6 Stunden/Tag bzw. 30 Stunden/Woche ergibt.

Das Ziel: wirtschaftliche Unabhängigkeit

Begleitung bei der Bewältigung psychosozialer Problemlagen durch ein individuelles bedarfsorientiertes Beratungsangebot und eine kontinuierliche, passgenaue, alltagsstrukturierende Beschäftigung. Hinführung an eine geregelte Tätigkeit mit dem Ziel der wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Vorbereitung auf eine Ausbildung in einem handwerklichen, (veranstaltungs-)technischen oder hauswirtschaftlichen Beruf.

Das Prinzip des Förderns und Forderns

Das Qualifizierungsprojekt ist orientiert an den Grundsätzen des „Förderns und Forderns“, so wie es als Leitidee, Aufgabe und Ziel im SGB II formuliert ist. Das Angebot zielt ab auf Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene, die aufgrund ihrer Biographie nicht in der Lage sind, die erforderliche Leistung für eine Ausbildung und/oder Arbeitstätigkeit zu erbringen. Spezifische Probleme der Teilnehmer äußern sich z.B. in Unpünktlichkeit, mangelnder Zuverlässigkeit, fehlender Teamfähigkeit, Aggressionen, reduzierter Leistungsmotivation oder Problemen mit Alkohol, Drogen und Überschuldung. In der Regel waren diese jungen Menschen bereits Adressat der Kinder- und Jugendhilfe oder von Fördermaßnahmen der Jugendberufshilfe. Die jungen Menschen sind häufig intellektuell befähigt, den allgemeinen schulischen und beruflichen Leistungsanforderungen gerecht zu werden, jedoch von ihren sozialen Verhaltensweisen und psychischen Einschränkungen her in ihrer Leistungsfähigkeit und der Erbringung der adäquaten sozialen Verhaltensweisen stark eingeschränkt. Sie zeichnen sich durch viele Abbrüche auf ihrem Bildungsweg aus, die sich oft nicht durch die intellektuellen Fähigkeiten erklären lassen. Sie waren bisher nicht in der Lage, einer geregelten Tätigkeit andauernd, kontinuierlich und leistungsbezogen nachzugehen.