Ein Plädoyer gegen das Schweigen

Am 12. Februar 2017, um 15.00 Uhr, feierte die Landesbühne Niedersachsen Nord mit der Fabel „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ (10+) Premiere im TheOs.

Hinsehen oder wegschauen, Initiative ergreifen oder schweigen? Mit dem Kinderstück „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ setzt die Landesbühne ein Zeichen für Zivilcourage. Als 1994 Teile des verschütteten und überwachsenen Zoos des Konzentrationslagers Buchenwald freigelegt wurden, beschloss Jens Raschke darüber eine Fabel zu schreiben. Er erzählt die Geschichte der Tiere, wie sie sich in ihrem Zooleben eingerichtet haben und wie sie die Vorgänge auf der anderen Seite des Zaunes wahrnehmen oder auch einfach schweigen. Der Autor schafft eine kindgerechte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und ein Plädoyer für den Mut, Fragen zu stellen und hinzuschauen, wenn die Menschlichkeit vergessen wird. Eine Herausforderung, die 70 Jahre nach dem Ende der Geschehnisse gewiss nicht an Bedeutung verloren hat und sowohl junges als auch erwachsenes Publikum berühren wird.

„Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ für Menschen ab 10 Jahren ist 2014 sowohl mit dem Deutschen Kindertheaterpreis als auch mit dem Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendtheater-Preis Kaas & Kappes ausgezeichnet worden.

Die Premiere sowie die Folgeveranstaltungen am 24. Februar 2017 und 3. März 2017 sind bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen sind am 19. Februar 2017, um 15.00 Uhr, sowie am 12. März 2017, um 15.00 Uhr. Karten gibt es im Service-Center der Landesbühne, bei den bekannten Vorverkaufsstellen oder telefonisch unter 04421-9401-15.